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Visionen für die Gegenwart. Träumen, lernen und hoffen.

Mein letzter Substack-Beitrag „A Vision for the Present. Dream, learn and hope„. ist jetzt schon einige Zeit lang online. Jetzt schaff‘ ich es endlich, eine deutschsprachige Kurzfassung dazu anzufertigen.

1979 veröffentlichte der Club of Rome den Bericht „No Limits to Learning“, der auf deutsch unter dem Titel „Das menschliche Dilemma: Zukunft und Lernen“ (gelegentlich auch mit dem Untertitel Zukunftschance Lernen) erschienen ist.

Der Bericht hat für den ist von ähnlicher Bedeutung wie der sieben Jahre zuvor erschienene Bericht „Die Grenzen des Wachstums“, den ich hier bereits zuvor erörtert habe. Ich gebe zu, dass ich vor dem 50-jährigen Jubiläum des Club of Rome, das in Rom gefeiert wurde und bei dem Gunter Pauli uns an dessen Bedeutung erinnerte, noch nie etwas von „No Limits to Learning“ gehört hatte. Interessanterweise wurde dieser Bericht in einer großen Konferenz in Salzburg vorgestellt, die von niemand geringerem als Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, Landeshauptmann Wilfried Haslauer sen. und Bürgermeister Heinrich Salfenauer eröffnet wurde.

Für mich ist das auch deshalb wichtig, weil wir gerade für 2028, also 49 Jahre später und zum 60-Jahr-Jubiläum des Clubs, wieder eine große Veranstaltung in Salzburg planen.

Der Bericht bezeichnet die Kluft zwischen systemischer Komplexität und der menschlichen Fähigkeit damit umzugehen als „menschliche Lücke“ („human gap“). „Lernen“ müsse diese Lücke überbrücken und erfordere vorausschauendes und partizipatives Lernen – und es muss gemeinsam erfolgen. Individuelles Lernen ist zu langsam, um mit dem Tempo des Wandels Schritt zu halten. Was benötigt wird, sei eine gesellschaftliche Vorausschau, die die Zukunft nicht nur vorhersieht, sondern sie auch mitgestaltet. Ein wichtiges Ziel sei es, die Autonomie von Teilen des Systems zu bewahren und sie gleichzeitig zu integrieren.

In meinem Beitrag erkläre ich das (mit vielen Links) näher und beschreibe, welche Rolle diese Gedanken (auch wenn ich das Buch selbst garnicht gelesen habe) in meinem eigenen Tun und Wirken der letzten Jahrzehnte gespielt haben.

Bei einem der letzten „Wachstum im Wandel“-Frühstücke kamen wir wieder einmal auf das Thema „Visionen“ zu sprechen. Wie können wir gemeinsam an positiven Vorstellungen von unserer Zukunft. arbeiten, die Zukunft zu gestalten, die wir uns wünschen? Plötzlich schoss mir die Frage durch den Kopf: Aber wer ist „wir“? Und warum konzentrieren wir uns auf die Zukunft und nicht auf die Gegenwart?

Das sind heute meine Fragen zum vorausschauenden und partizipativen Lernen. Wer ist „wir“ und warum auf die Zukunft warten? Dieser Artikel ist Teil meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesen Themen, und ich lade meine Leser ein, sich daran zu beteiligen.

Vielleicht ist gerade die Tatsache, dass wir zwischen heute und morgen unterscheiden, ein Hindernis für Veränderungen. Müssen wir wirklich die Gegenwart für eine bessere Zukunft opfern? Vielleicht sollte es vielmehr darum gehen, eine Vision für die Gegenwart zu entwickeln? Erste Antworten dazu gibt mein Artikel auf Substack.

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