Ich erinnere mich gut und gerne an die Friedensbewegung vor 40 Jahren. Heute wird oft gesagt, sie hätten wenig bis nichts gebracht. Denn die atomaren Mittelstreckenraketen von Ost und West wurden wie geplant in Europa stationiert. Und doch kam es danach zu Verhandlungen und schließlich Vereinbarungen zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion zur Rüstungsbegrenzung und Abrüstung von Atomwaffen in den 1980er, 1990er und 2000-Jahren. Jetzt ist der letzte dieser Verträge ausgelaufen. Und passend dazu haben die Atomwissenschaftler des „Bulletin of the Atomic Scientists’ Science and Security Board (SASB)“ die Zeiger der Doomsday Clock wieder ein paar Minuten näher an 12:00 Uhr heran gerückt.
In meinem neuen Substack-Beitrag (in englischer Spracher) beschäftige ich mich grundsätzlicher mit den Themen Sicherheit und Frieden sowie zu den Zusammenhängen zwischen der Umwelt- und Friedens-Thematik. Es wird höchste Zeit für eine neue Friedensbewegung! Das folgende ist eine Kurz-Zusammenfassung diees Beitrags.
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Die wichtigsten Punkte, auf die ich in diesem Artikel eingehe, sind:
- Wir sind in großer Gefahr, in einen großen Krieg zu geraten.
- Militärexperten und Medien bereiten uns darauf vor.
- Militärische Konflikte und andere Krisen sind systemisch miteinander verflochten und haben gemeinsame Ursachen.
- Wir müssen Alternativen zur Konfliktlösung entwickeln.
„Es sind jetzt noch 85 Sekunden bis Mitternacht“, sagt das Science and Security Board (SASB) des Bulletin of the Atomic Scientists, das seit fast 70 Jahren jährlich die sogenannte „Doomsday Clock“ (Weltuntergangsuhr) einstellt, die kurz nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki von einer Gruppe von Atomwissenschaftlern ins Leben gerufen wurde. Die Wahrscheinlichkeit von durch den Menschen verursachten globalen Katastrophen rückt also immer näher. Die Wissenschaftler verweisen darauf neben nuklearen auf geopolitische, ökologische, und technologische Risiken.
Daraus wird oft die Schlussfolgerung gezogen, dass in Zukunft weniger in ökologische und soziale Nachhaltigkeit und mehr in Wirtschaftswachstum und Verteidigung investiert werden kann. „Wachstum durch Aufrüstung“ wird plötzlich als neue Perspektive geschätzt – auch wenn sie auf wirtschaftlich falschen Annahmen beruht.
Hier geht es aber nicht um entweder-oder! Sicherheit umfasst viel mehr als nur Rüstung und militärische Kapazitäten. Während Rüstung zur Sicherheit gegen Angriffe von außen beitragen kann, wächst die interne Bedrohung durch die Aushöhlung der Demokratie, einschließlich der Bildungs-, Gesundheits- und anderer Versorgungssysteme.
„Selbst wenn keine schädlichen oder zerstörerischen Vorfälle auftreten, kann allein das Vorhandensein von Risiken als Katalysator für soziale Unruhen dienen und die Sicherheitsrisiken innerhalb von Regionen erhöhen“, schreiben Paul Shrivastava, Carlos Álvarez Pereira and Laetitia Mairlot in ihrer aktuellen Veröffentlichung des Club of Rome „Planetary Peace for Human Security: Responses to Existential Risks in the Anthropocene“: „Beispielsweise kann das Scheitern von Klimaschutzmaßnahmen, das zu anhaltenden Dürren führt, die Wasserknappheit und Nahrungsmittelverknappung verschärfen, was zu Massenmigration und sozialer Instabilität führt.“
Manchmal hat man jedoch den Eindruck, dass ein solcher Krieg vorbereitet wird, wenn man beispielsweise auf die aktuelle Titelseite des „profil“, schaut.

Die Debatte über die Wehrpflicht“, die derzeit in unserem Land ein heißes Thema ist. Soldaten mit kürzerer Ausbildung in einen Einsatz zur Verteidigung Österreichs zu schicken, wäre verantwortungslos, denn sie hätten auf dem modernen Gefechtsfeld keine Überlebenschance“, sagte „Erwin Hameseder als Leiter der Österreichischen Wehrdienstkommission zur Empfehlung, die Wehrpflicht von sechs auf zehn Monate zu verlängern.
Im Dezember 2025 sagte NATO-Generalsekretär Mark Rutte, dass wir uns auf einen Krieg vorbereiten müssen, wie ihn unsere Großeltern oder Urgroßeltern erleben mussten. Und er fügte hinzu: „Das ist eine Tragödie, die wir verhindern können.“
Hans Holzinger, der lange für die Robert-Jungk-Bibliothek in Salzburg gearbeitet hat hält dem entgegen: „Militärische Sicherheitsversprechen sind trügerisch und sie heizen die Konfrontation an. Wir brauchen eine Rückkehr zur Diplomatie und zu globalen Verständigungen“. Damit habe ich mich schon vor einiger Zeit hier beschäftigt.
Apropos beschäftigen. Robert Jungk, den ich in meiner Studienzeit als Alternativreferent der ÖH Linz vor mehr als 40 Jahren einmal kennen lernen durfte., möchte ich demnächst einmal genauer nachspüren.