Gemeinsam mit Lisa-Marie Weidl von der Angewandten hielt ich am 11.3.2022  im Rahmen des March4Sustainability einen Workshop an der FH Steyr zum Thema

Lasst uns an unseren Zielen messen!

Wie wir mit nachhaltigen Zielen Frieden und ein gutes Leben gewährleisten

((Dieses Bild stammt von Caspar Nikolaus Stützle (www.casparnikolaus.com) und zeigt eines seiner Kunst-Werke, die für mich sehr gut in die durch die aktuelle Krise gestörte Gefühlswelt passen, mich zumindest ein wenig beruhigen.))

Worum ging’s?

Der Krieg in der Ukraine – nur ein paar hundert Kilometer von uns entfernt – hat unser Weltbild, hat unsere Welt total verändert. 50 Jahre nach der Veröffentlichung des Berichts über die „Grenzen des Wachstums“ ist uns deutlicher denn je geworden, wie unser Zusammenleben auf dem Planeten von diesen Grenzen geprägt wird.

Damit in Zukunft alle Menschen von und mit den Ressourcen unserer Erde gut leben können, ist es erforderlich, dass sich Menschen, Familien, Gruppen, Organisationen, Unternehmen, Regionen und Länder bis hin zur Weltgemeinschaft Ziele zu setzen, die qualitativ und quantitativ beschreiben, wie wir in Zukunft innerhalb dieser Grenzen gut leben wollen – und leben können.

Das Wohlbefinden aller Menschen und Gesellschaften auf diesem Planeten (im Sinne eines „Leave No One Behind“) muss dabei der Leit-Stern einer solchen Entwicklung sein. Die globalen Entwicklungsziele der UNO (SDGs) und ihre 169 Unterziele (Targets) bilden einen Rahmen, wenn es darum geht, zu erkennen ob die Entwicklung auch in einzelnen Bereichen, die zum Wohlbefinden beitragen, in die richtige Richtung geht und innerhalb eines gesetzten Zeitraums (zB Klimaneutralität oder Abschaffung der Armut  bis 2040 bis hin zum globalen Frieden) erreicht werden kann.

Dabei geht es nicht nur darum, wieviel Energie wir selber verbrauchen, sondern auch, wie das, was wir kaufen, produziert wurde. Etwa unter welchen Arbeitsbedingungen, woher die Rohstoffe kommen und wieviele Ressourcen dabei insgesamt verbraucht wurden. Mehr zu diesem Thema auch in meinem aktuellen Blog-Beitrag.

Ernst zunehmende Nachhaltigkeit muss sich daran messen lassen, ob derartige, nachprüfbare Ziele gesetzt werden, die einen wesentlichen Beitrag zu den globalen Zielen versprechen. Auch und vielleicht gerade in dieser schwierigen Zeit brauchen wir Ziele, müssen für uns selbst und für die Gesellschaft, in der wir leben, formulieren, was wir wirklich wirklich wollen. Und das muss mehr sein als die Abwesenheit von Krieg.

Aber welche Ziele können das sein? In unserem Workshop an der FH Steyr haben wir uns dieser Frage mit wissenschaftlichen und künstlerischen Zugängen angenähert und individuell und in der Gruppe erarbeitet, welchen Beitrag wir zur Erreichung der globalen Ziele leisten wollen – und können! Und zwar in drei Schritten:

1) Nachhaltigkeit(ziele) verstehen: worum geht es überhaupt? Die Präsentation dafür findet sich hier: March4Sust-11-03-22_v1.3 (pdf)
2) Daraus abgeleitet, Ziele für das eigene Leben formulieren: wie wollen wir heute und in Zukunft leben?
3) Dafür haben unsere Teilnehmer*innen eine künstlerische Instruktion erarbeitet, die sie an andere weiter geben können, um sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Das Ziel, mit dem sich die beiden Teilnehmer (ja, es waren nur 2 Männer!) beschäftigen wollten, ist SDG 6 „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“. Das liegt in Steyr, das an 2 Flüssen liegt, auch irgendwie nahe.
Entsprechend eines Vorschlags des Schweizer Kurators Hans Ulrich Obrist haben Alois und Max ihre „Instruktion“ so formuliert:

Geh an den Fluss und stell‘ Dir ein Steyr ohne Wasser vor!

Das Konzept für diesen Teil des Workshops hat meine Angewandte-Kollegin Ulrike Payerhofer fürs UniNEtZ adaptiert. Wir haben es im Vorjahr bei der LCOY zum ersten Mal angewendet. Uns und den Teilnehmern hat’s jedenfalls auch diesmal wieder getaugt.

Präsentation:

March4Sust-11-03-22_v1.3 (pdf)

 

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