Für eine Anpassung an den Klimawandel gilt es, wie in allen Bereichen der Nachhaltigkeit  operationalisierbare Ziele zu setzen, deren Grad der Erreichung dann als Fortschritt gemessen werden kann. Dabei sollen Indikatoren, die für die Menschen auch leitend sind, von Zukunftsbildern und -geschichten abgeleitet werden und  auf unterschiedlichen Ebenen (vom einzelnen Menschen bis zu Welt als ganzes) anwendbar sein.

Ziel dieses Projekts ist es, in einem konkreten Setting (einer Region) gemeinsam mit Entscheidungsträger*innen und Expert*innen eine replizierbare Methode zur Entwicklung  von Leitindikatoren zur umfassenden quantitativen Messung der Klimawandelanpassung im Rahmen der von der Klimapolitik und der Agenda 2030 vorgegebenen Ziele zu erarbeiten.

Dabei werden in 4 partizipativen Workshops ein systemisches Verständnis für die Herausforderungen der Klimawandelanpassung erarbeitet, persönliche und gemeinsame Ziele für alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit in Form von Bildern und Geschichten formuliert und quantifiziert  (Leitindikatoren) sowie diese in einer öffentlichen Veranstaltung als Entwurf präsentiert und diskutiert. Das Projekt wird vom Programm StartClim gefördert und von der Universität für Angewandte Kunst Wien sowie der Universität für Bodenkultur umgesetzt

Neben einer Literaturstudie sowie  10 bis 20 Interviews mit international renommierten Expert*innen entsteht dabei eine ausführliche, publizierbare Dokumentation des Prozesses (in Texten und Videos), ein Handbuch, wie diese Methodik in anderen Regionen angewendet werden kann, sowie ein spezifisches Leitindikatorensystem als Ergebnis des Prozesses in der gewählten Region. Dieses ist eingebettet in die von den Stakeholdern entwickelten Zukunftsbilder und -geschichten und ermöglicht auch eine Überprüfung der Erfolge der Anpassungsmaßnahmen in Form regelmäßiger „Anpassungs- und Nachhaltigkeitsberichte“.

Die Methode soll dann auch für andere Regionen sowie auch Unternehmen/Organisationen und schließlich Österreich als Ganzes anwendbar sein. Das erfordert zusätzliche Entwicklungsschritte. Das Projekt ist daher Teil eines größeren Projekts, das vom Austrian Chapter des Club of Rome betrieben, hier beschrieben und in Zusammenarbeit mit  der Universität Salzburg und dem UniNEtZ koordiniert wird.