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Von Lücken und Füllungen

Ein Zehntel des Jahres 2022 ist schon wieder rum. Und es bleibt spannend.

Im Club of Rome bereiten wir gerade eine wichtige Veranstaltung im neuen Deck 50 des Naturhistorischen Museums vor. Am 28.2. widmen wir uns dem „Circularity Gap“. Unter dem Titel „Mind the Gap – wo ist die Lücke im Kreislauf?“ geht es einerseits darum, dass nur ein verschwindend geringer Teil der Rohstoffe, die tagtäglich aus der Erde geholt oder geerntet werden recycliert oder wieder verwendet werden. So geht die grandiose Umweltzerstörung, die die von diesem ungeheuren Ressourcenverbrauch ausgeht, immer weiter. Fast 100 Milliarden Tonnen sind das jährlich oder 40 kg pro Kopf und Tag.
Für eine Österreicher*in sind es 72 kg, die jeden Tag für uns aus der Erde gesprengt, gebaggert oder geschnitten werden. Und wenn man dazu noch bedenkt, was dabei an Abraum und Ernterückständen entsteht, ist es wohl mehr als das doppelte. Das zerstört unsere Umwelt – und weil kein Gramm unserer Erde sich in nichts auflöst, wird alles, das wir nicht weiter verwenden, zu Abfall, Abwasser oder Emission und zerstört die Erde immer weiter. „Re-use“ und „Re-cycle“ ist daher eine gute Idee.
Und der Circularity Gap Report zeigt uns folgerichtig, dass die Klimaziele nur erreicht werden können, wenn nicht nur der Energie- sondern auch der Ressourcenverbrauch deutlich sinkt. Nur so läßt sich die Lücke mit verstärktem Recycling schließen.
Besonders freut mich, dass wir mit dieser Veranstaltung am 28.2. die Initiative „Wachstum im Wandel“ wieder aufleben lassen. Sie soll auch ein Auftakt sein, sich im 50. Jahr seit dem Erscheinen des Club of Rome-Berichts zu den „Grenzen des Wachstums“ noch intensiver damit zu beschäftigen.
Was noch? Das UniNEtZ (https://www.uninetz.at) geht in die 2. Runde. Gerade ist ein Video erschienen, mit dem ich in 4 Minuten erkläre, was ich in den ersten drei Jahren zum SDG8 erarbeitet habe. Im neuen Zkyklus möchte ich mich vor allem mit einer Frage beschäftigen: wie können Menschen, Unternehmen, Organisationen und Länder sich ein Bild über ihre gewünschte Zukunft erarbeiten und wissen, ob sie sich darauf zu oder eher davon weg bewegen. „Monitoring des Fortschritts beyond GDP“ haben wir das im UniNEtZ II genannt. Ich freue mich, dass Meike Bukowski und Andreas Koch diese Gedanken aufgreifen und mit mir gemeinsam in die Welt bringen wollen.
Im Programmkommittee des Klimatags 2022 haben wir Vorträge ausgewählt und geordnet. Er findet in diesem Jahr an der Angewandten statt.
Im Bureau der Zivilgesellschaft haben wir die Gemeinwohlökonomie und Scientists4Future mit einem neuen Pesto („Vogelfutter mit scharf“) begrüßt. Pesto-Nudeln füllen den Magen und machen Glück-lich.
Und gerne erinnere ich an unseren 14-tägigen Stamm*Tisch am 8. und 22. Februar, 8. und 22. März etc. Im Bureau, in dem wir uns weiter auf eine Wiederbelebung der Mediengenossenschaft cooppa vorbereiten,  sind übrigens noch Schreibtische frei. Das Bureau will gefüllt werden!