Worum geht es hier? Eine Blog-Geschichte wächst sich zum Mega-Projekt aus: wieviele Dinge besitze ich/wieviele brauche ich? Die Seite ist eigentlich chronologisch – also von unten nach oben – zu lesen.

Camino del Norte

So, was brauch ich jetzt NICHT für die einwöchige Wanderung am Camino del Norte? Zunächst einmal technisches Gerät. iPad, Tastatur, Lautsprecher. Bücher bis auf den Wanderführer und 1 Notizbuch. Rasierschaum und Rasierer – der Bart bleibt stehn. Die lange Hose, die „Stadthemden“. Obwohl: einen Tag Pause in San Sebastian. Da möchte man halt auch etwas schicker sein.

Insgesamt waren’s dann 77 Dinge – der Rest (das sind immerhin 40 Dinge) blieben bei Nino in Bilbao. der Rucksack war immer noch schwer. Aber was weg lassen? Eine Badehose hätte auch gereicht, Die Regenjacke, das Powerpack nebst Kabel und das Nähzeug haben wir – zum Glück – nicht gebraucht. Die Taschenlampe auch nicht. Ist halt wie bei einer Versicherung: sie kostet und dennoch hofft man, dass man sie nicht braucht.
 
Details wieder hier als Story.one

Was brauche ich für eine dreiwöchige Reise?

Wir fahren mit dem Zug über Italien und Frankreich nach Bilbao: Städte, Meer und dann noch wandern am Küstenweg von der französischen Grenze zurück nach Bilbao.

Es sind 117 Dinge und dann doch 14 kg – also gut ein Prozent dessen, was ich statistisch gesehen besitze. Details finden sich hier als Story.one.

Der Schweizer Cedric Waldburger besitzt angeblich insgesamt weniger – inkusive elektronischer Geräte und Fotoausrüstung.

Aber wir haben ja auch unterschiedliche Urlaube vor uns: Badeurlaub, Städtetrips, Natur und Kultur und eine Woche pilgern. Für die Wanderung werden wir einiges in Bilbao lassen müssen. Reduktion auf unter 10 Kilo wären super.

August 2021

5 Stoffmasken (MNS) machen nicht unbedingt glücklich, aber man braucht sie halt – und einige haben schon eine Geschichte – wie zB die von der Angewandten oder die von Scientists4Future. Die FFP2-Masken zähle ich jetzt wie anderes Verbrauchsmaterial wie Zahnpasta und Seife nicht (166).

Ende Juli 2021: mehr Dinge.

Das Fahrrad und die Packtaschen natürlich inklusive Lenkertasche: also vier Dinge. Und wieder waren einige Dinge drin, die ich im Laufe der Woche transportiert habe. Und Ingrids Auto hat auch gerade einen Umzugskarton und meinen großen Rucksack angeliefert.

Krawatten zum Beispiel. Wer braucht heute noch Krawatten? Wegschmeißen? Für den Fasching aufheben? Oder werden sie wieder modern? Sind einige echt schöne dabei. Echt Retro. Ich lege sie einmal beiseite und zähle sie erst, wenn ich weiß, was ich behalte.Weitere Klamotten:  6 Gilets in verschiedenen Farben – bei der Hitze eher überflüssig, aber im Herbst zieh‘ ich sie sicher gerne wieder an. Zumindest 3 davon, aber welche drei? Weitere 5 kurzärmlige Hemden, 1 langärmliges und 3 T-Shirts, 2 lange Hosen sowie ein Mantel. Wir stehen bei 137 Dingen.

Dann Bücher: damit wird es schwierig. So viele Bücher, die ich definitiv nicht mitnehmen kann. Aber ich würde sie ohnehin nicht mehr lesen – aber wegschmeißen kann ich sie auch nicht.

Da hilft mir, dass wir für unser Wohnprojekt eine Bibliothek geplant haben wo alle ihre Bücher einbringen. Darauf freue ich mich. Jetzt aber entscheiden was mitkommen soll: dem widme ich mich später. Alles andere kommt in einen Umzugskarton – wie lange?

Dann Dinge an denen ich hänge, weil ihr Kauf mit bestimmten Ereignissen verbunden sind, zum Beispiel Reisen, oder mit Menschen, die sie mir geschenkt haben. Dinge, die ich teilweise schon seit Jahrzehnten mit mir umziehe: Linz, Gießen, Wuppertal, Wien – 7 Wohnungen, wenn ich richtig zähle. Einiges wenige stammt noch aus meinem Elternhaus in Schwanenstadt. Nach Gießen bin ich 1985 mit 2 Koffern im Liegewagen ausgewandert und 15 Jahre später mit Familie und einem Umzugswagen mit Anhänger zurück gekehrt. Davon kann ich jetzt nur wenig mitnehmen.

Eigentlich haben wir in Ingrids Wohnung schon genug Sachen für uns beide. Ich meine jetzt so Sachen wie Tee- und Espressotassen (fürs erste 7 Stück), 2wei Holzschüsseln, die mein Schwager Norbert gedrechselt hat. 5 Handtücher. Geschirr und Besteck werden noch ein eigenes Thema: ihrs oder meins? Jetzt geht es darum, dass die gemeinsame Wohnung auch einige Dinge von mir enthält. Und dann das Kapitel Elektronik. Jetzt wird viel – und schwierig! Ich ertappe mich dabei, bei jedem Ding zu überlegen: brauche ich es wirklich? Macht es mich glücklich, würde Marie Kondo fragen. Wenn ich das ernst nehme, habe ich tatsächlich nicht viel mitzunehmen.

Musikinstrumente gehören jedenfalls dazu: eine steirische Harmonika und 2 Mundharmonikas, 2 Schweglpfeiffen, 2 Gitarren und eine Ukulele, eine Cowbell mit Drumstick. Hoffentlich habe ich bald einmal Zeit, sie auch zu spielen. Wir halten bei 161. Immer noch ein winziger Bruchteil.

Dabei hilft mir das ich Dinge, die ich nicht mitnehme, nicht unbedingt wegschmeißen muss. Einige kann ich Christian hinterlassen für die WG. Das hilft (mir) emotional. Ob es auch ihm hilft?

13. Juli 2021 – Dinge, die nicht zählen

Reiselektüre für die Fahrt nach Kärnten . Reisevorbereitung: ich hab mir 10 Bücher über die italienische Riviera, die Provence und Nordspanien in der Bücherei ausgeliehen. Die zählen also nicht. Nur die Michelin-Stassenkarte vom Freytag&Berndt. Für den Überblick. Mehr Kartenmaterial gibt’s auf dem Handy, das einem auch gleich zeigt, wo man sich befindet. Dafür zähle ich 7 Rucksäcke aller Grössen und Kleinen mein Eigen und 3 Koffer. Beinahe hätt ich mir einen 8. gekauft. Einer wird wohl entsorgt. Nach 20 Jahren intensiven Einsatzes.

Beihnah vergessen: Badehose, Handtuch und ein Plastiksackerl für die nassen Sachen. Ein Kamm, Sonnencreme. 114!

Stay tuned! I keep you posted.

12. Juli 2021 – die nächste Fuhre

Morgens mit leeren Packtaschen nach Hause. Nein: „zu Hause“ ist ja jetzt hier im 2. Bezirk mit der Donauinsel ganz in der Nähe. Also kleiner Umweg, kleiner Schwumm, dann ins Büro der Zivilgesellschaft in der Schwarzspanierstrasse. „Zuvielgesellschaft“ hätt ich beinah geschrieben… :-). Passt ja irgendwie zu meinem Thema.

Im ehemaligen und gleichzeitigen Noch-zuHause dann eine Packtasche mit Klamotten gefüllt und einige mit Sachen, die ich zurück in mein neues Arbeitdomizil in der Postsparkasse selig verfrachte. Endlich wieder office-office statt home office. EinWahnsinns-Bau. Bin heute eine geschlagene halbe Stunde umher geirrt, bevor ich mein Büro wiedergefunden habe. Mit Hilfe des Portiers!

Arbeitssachen zählen hier nicht, dafür aber: wir waren bei den Klamotten. Die Zahl der Hosen (kurz) erhöht sich auf 6, die der Hosen (lang) auf 7 und die der Hemden (kurzarm) auf 7. Noch ein Hut, 2 Jacken, 2 Sonnenbrillen, 2 Etuis. Nicht zählen auch die vielen Sonnenbrillen, Hüte und anderes, das ich über die Jahre verloren habe.

Jetzt noch packen für morgen, Bahnfahrt nach Pörtschach am Wörthersee, wo ich Ernst Weizsäcker in seinem Urlaubsdomizil treffe.

Handy, Portemonnaie (Karten und Münzen zähle ich nicht extra), Handy, Headset, Füller, ein kleines Buch zum Sachen reinschreiben,
Die Fahrkarten sind kein Ding, sondern auf dem Handy gespeichert.

So, ab ins Bett. Oh, die Wäsche ist trocken: 4 Hemden (kurz), 5 Unterhosen, 1 T-Shirt. Wir halten bei 103. Das wäre 1% der 10.000 Dinge. Ich fürchte, es werden mehr.

11. Juli 2021 – wie alles beginnt

10.000 Dinge nennt eine Person in Deutschland angeblich ihr eigen. Die Quelle find‘ ich grad nicht, werde aber nach ihr fahnden. Das Thema beschäftigt mich grade, weil ich am umziehen bin. 150 Quadratmeter hab‘ ich in den letzten Jahren bewohnt – gemeinsam mit 0 bis 4 andern, abhängig davon, wo meine Kinder und meine Liebste sich jeweils aufhielten.

Damit soll jetzt langsam Schluss sein. Ich ziehe zu Ingrid, wo wir zu zweit 80 Quadratmeter für uns haben, bevor wir gemeinsam ins Wohnprojekt ziehen wollen. Vielleicht eine gute Gelegenheit, einmal zu zählen, wieviele Dinge mit mir umziehen.

2 mal 2 Fahrradtaschen und 2 Rucksäcke voll hab ich schon übersiedelt. 3 Schubladen hab ich schon länger in Beschlag. Ich beginne also zu zählen, was wohl ein größeres Projekt wird, das ich hier dokumentiere. Bin schon sehr gespannt. Habe keine Ahnung.

Ich beginne mit dem Kleiderschrank (die Liste muss noch ergänzt werden, weil etliches noch in meinem Kleiderschrank in der Schwarzspanierstraße auf Abholung wartet und die Waschmaschine wäscht auch grad):

  • 4 Hosen (kurz), 8 Hosen (lang),
  • 9 Hemden (langarm – im Moment ziemlich unnütz), 5 Hemden (kurzarm), 8 T-Shirts,
  • 3 Sakkos, 3 sonstige Jacken, ein Hut,
  • 9 Paar Socken, 7 Unterhosen, 3 Gürtel,
  • eine bequeme Hose für zuhaus, die bei diesen Temperaturen viel zu warm ist (zuhause gibt es einen ganzen Umzugskarton mit Wintersachen, aber davon später)

Moment: 1 Hemd, 1 kurze Hose und 1 Unterhose hab‘ ich an. Und eine Lesebrille auf der Nase. Wir halten bei 74 Dingen. Dann gibt es noch eine ganze Schublade mit Sportsachen. Die kommen beim nächsten Mal dran. Auch mit den Schuhen beschäftige ich mich ein anderes Mal.

Am Wochenende waren wir in der Wachau. Anreise mit der Bahn, ein paar Kilometer gewandert und ein paar mehr Kilometer mit dem Nextbike geradelt. Die Quartiergeberin hat ganz ungläubig geschaut, als wir zu Fuss und mit Rucksack angekommen sind. Für uns war‘s auch ein Test für den Urlaub (siehe hier: http://fritz.hinterberger.com/2021/05/16/alles-wie-frueher/).

Reichen 45 Liter für 3 Wochen? Wir fühlen sich 8 oder 10 Kilo am Rücken an, wenn man ein paar Stunden damit wandert. Heisser dürfte es in Nordostspanien auch nicht werden.  Wieviele Dinge werden wir mitnehmen?